Die Alltagsmenschen besuchen Rheinberg

Alltagsmenschen in Rheinberg – Kunst im öffentlichen Raum

Der Förderverein für das Stadtmarketing Rheinberg e.V. konnte 2019 einen kulturellen Coup für die Stadt realisieren: Die lebensgroßen Betonfiguren der Künstlerin Christel Lechner, bekannt als „Alltagsmenschen“, kamen nach Rheinberg. Ziel der Aktion war es, Kunst sichtbar im Stadtraum zu verankern, Innenstadtbesuche attraktiver zu machen und ein zusätzliches kulturelles Highlight im Vorfeld der Landesgartenschau 2020 zu schaffen – für Bewohner, Besucher und Gäste der Stadt.

Was sind die Alltagsmenschen?

Die Alltagsmenschen sind lebensgroße menschliche Figuren aus Beton, die typische Alltagssituationen darstellen. Sie wirken bewusst vertraut und sympathisch – als Figuren, denen man im täglichen Leben begegnen könnte, obwohl sie keine realen Menschen sind. Die Figuren zeichnen sich durch eine starke Körpersprache und hohe Wiedererkennungswerte aus, wodurch sie Betrachter unmittelbar ansprechen und einladen, sich mit ihnen und dem städtischen Raum auseinanderzusetzen.

Ein Projekt mit Strahlkraft

In enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Christel Lechner konnte der Verein die Zusage gewinnen, dass die Alltagsmenschen im Sommer 2020 an verschiedenen markanten Standorten in Rheinberg öffentlich ausgestellt werden. Die Standorte wurden gemeinsam mit lokalen Netzwerken und Interessierten geplant, um sowohl den künstlerischen Bezug als auch eine spannende Route durch die Stadt sicherzustellen.

Der Förderverein sah in dieser Ausstellung die Chance, die Innenstadt als Ort des Wohlfühlens und des Erlebens zu stärken – gerade in Zeiten, in denen das Internet und digitale Angebote stärker um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Vandalismus überschattete die Ausstellung

Leider blieb die Ausstellung nicht ohne Rückschläge: Noch vor der offiziellen Eröffnung wurden fünf der Alltagsmenschen im Stadtpark von Unbekannten aus ihren Verankerungen gerissen und zerstört.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf und bat die Bevölkerung um Hinweise. Der entstandene Sachschaden wurde in der Berichterstattung mit rund 40.000 Euro beziffert, da Reparaturen, Ersatz und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich wurden. Trotz dieser Belastung hielt der Förderverein an seinem Engagement für Kunst im öffentlichen Raum und eine lebendige Innenstadt fest.

Begleitprogramm und Öffentlichkeit

Um die Ausstellung erlebbar zu machen, waren verschiedenste Aktionen rund um die Alltagsmenschen geplant. Dazu gehörten thematische Führungen, Fahrradtouren, Gespräche über Kunst im öffentlichen Raum und weitere Formate, die das Kunsterlebnis mit Stadtgeschichte und Gemeinschaft verknüpften.

Die Aktion wurde von zahlreichen lokalen Sponsoren unterstützt und durch Mittel des Stadtmarketings mitgetragen. Sie verstand sich als Gemeinschaftsprojekt zwischen Stadt, Wirtschaft, Ehrenamt und Kulturakteuren.

Wirkung und Resonanz

Trotz der Herausforderungen durch Vandalismus wurde die Ausstellung insgesamt positiv aufgenommen und trug dazu bei, Innenstadtbesuche und touristisches Interesse zu fördern. Sie verband öffentlich zugängliche Kunst mit Stadterlebnis und setzte ein Zeichen für kulturelle Teilhabe in Rheinberg.

Impressionen

Presseecho

Rheinische Post

Nach Zerstörung der Alltagsmenschen: Rheinberg debattiert über Vandalismus

Die Alltagsmenschen haben Rheinberg verlassen

NRZ

Rheinberg: „Alltagsmenschen“ von Vandalen völlig zerstört

Alltagsmenschen bleiben doch bis zum Schluss in Rheinberg

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